Montag, 05.12.2005
Wolang?
Von nun an geht es dalang weiter.
Dienstag, 15.11.2005
Was denn nun...?
Ja ich glaube, ich werde wieder rückfällig und beerdige mein anderes zwischenzeitlich angefangenes Blog doch noch nicht, denn hier läuft die Technik nicht so rund, wie ich das gerne hätte. Das Bloggen könnte eine Weile zweigleisig ablaufen.
Montag, 14.11.2005
Besuch in Glaubensfragen
Herbstwetter, feucht, diesig, modriger Geruch liegt in der Luft. Es ist kälter geworden, aber für November ist's immernoch zu warm, meine ich. Zuhause zu sein fühlt sich irgendwie komisch an. Das Leben findet gerade woanders statt. Ich sollte an der Arbeit sein. Dort ändern sich die Dinge kontinuierlich, aber ich bekomme davon nichts mit. Wie fremd wird mir jener Ort geworden sein, wenn ich wieder gesund bin?
Der passende Moment, um sich mit psychologischer Literatur stimmungsmäßig bei Laune zu halten. Ich greife in das Regal und fische mir "Der Neue Prometheus" von Robert Anton Wilson heraus. Gleich am Anfang ist zu lesen, wie die Gedanken die Realität beeinflussen können. Wenn ich also fest daran denke (glaube?), dass ich mich gut und gesund fühle, dann werde ich mich auch schnell gut und gesund fühlen.
Ich komme nicht weit mit meiner Morgenlektüre. Es klingelt an der Haustür. Zwei Leute, ein älteres Paar, schauen mich freundlich an, und ohne eine Vorstellung (ich weiß sowieso gleich wen ich hier vor mir habe) fängt sie in ihrem osteuropäischen Akzent übergangslos an, über das Versagen der Regierungen der Welt zu berichten, die Probleme, das Leid, die Ungerechtigkeit, die menschliche Herrscher über die Menschheit gebracht haben und heute noch bringen. Ob es die Menschen wohl schaffen, irgendwann in Frieden miteinander zu leben?
Schon öfter habe ich die Zeugen Jehovas ziemlich ignorant und herablassend an der Haustür abgefertigt. Auch heute überlege ich für einen kurzen Augenblick, mit welchem coolen Spruch ich die Herrschaften wohl abwimmeln könnte, aber seltsamerweise schiebe ich diesen Gedanken schnell beiseite und höre interessiert den Ausführungen der Frau zu (ihr Mann schweigt während der gesamten Unterhaltung). Es ist wohl ihre Freundlichkeit, ihre optimistische Ausstrahlung und meine aufkeimende Bewunderung für Menschen, die wissen, wohin sie gehören, die mich zuhören lassen. Was läßt diese Menschen nur so unerschütterlich an ihre Biebel und an ihr kommendes Königreich glauben? Denn davon spricht sie, vom Königreich, das kommen wird und die schlechten "Regierungen" dieser Welt "zermalmen" wird.
In dem kurzen Gespräch - oder besser Vortrag - finde ich leider keine Antwort auf diese Frage, lasse mir aber eine Ausgabe des Wachturms geben, den ich vielleicht mal durchstöbern werde. Auf ihre Frage, ob ich denn für ein weiteres Gespräch demnächst zur Verfügeng stehe (man will sich ja über die Wirkung des Wachturms vergewissern), antworte ich ausweichend und gehe auf keine Terminfestlegung ein. Eine kleine Plauderei einmal im Jahr vor der Haustür ist ja ganz ok, aber öfter wäre mir lästig und würde die Furcht bei mir schüren, durch missionarische Dauerberieselung meinen klaren Verstand vernebelt zu bekommen.
Der passende Moment, um sich mit psychologischer Literatur stimmungsmäßig bei Laune zu halten. Ich greife in das Regal und fische mir "Der Neue Prometheus" von Robert Anton Wilson heraus. Gleich am Anfang ist zu lesen, wie die Gedanken die Realität beeinflussen können. Wenn ich also fest daran denke (glaube?), dass ich mich gut und gesund fühle, dann werde ich mich auch schnell gut und gesund fühlen.
Ich komme nicht weit mit meiner Morgenlektüre. Es klingelt an der Haustür. Zwei Leute, ein älteres Paar, schauen mich freundlich an, und ohne eine Vorstellung (ich weiß sowieso gleich wen ich hier vor mir habe) fängt sie in ihrem osteuropäischen Akzent übergangslos an, über das Versagen der Regierungen der Welt zu berichten, die Probleme, das Leid, die Ungerechtigkeit, die menschliche Herrscher über die Menschheit gebracht haben und heute noch bringen. Ob es die Menschen wohl schaffen, irgendwann in Frieden miteinander zu leben?
Schon öfter habe ich die Zeugen Jehovas ziemlich ignorant und herablassend an der Haustür abgefertigt. Auch heute überlege ich für einen kurzen Augenblick, mit welchem coolen Spruch ich die Herrschaften wohl abwimmeln könnte, aber seltsamerweise schiebe ich diesen Gedanken schnell beiseite und höre interessiert den Ausführungen der Frau zu (ihr Mann schweigt während der gesamten Unterhaltung). Es ist wohl ihre Freundlichkeit, ihre optimistische Ausstrahlung und meine aufkeimende Bewunderung für Menschen, die wissen, wohin sie gehören, die mich zuhören lassen. Was läßt diese Menschen nur so unerschütterlich an ihre Biebel und an ihr kommendes Königreich glauben? Denn davon spricht sie, vom Königreich, das kommen wird und die schlechten "Regierungen" dieser Welt "zermalmen" wird.
In dem kurzen Gespräch - oder besser Vortrag - finde ich leider keine Antwort auf diese Frage, lasse mir aber eine Ausgabe des Wachturms geben, den ich vielleicht mal durchstöbern werde. Auf ihre Frage, ob ich denn für ein weiteres Gespräch demnächst zur Verfügeng stehe (man will sich ja über die Wirkung des Wachturms vergewissern), antworte ich ausweichend und gehe auf keine Terminfestlegung ein. Eine kleine Plauderei einmal im Jahr vor der Haustür ist ja ganz ok, aber öfter wäre mir lästig und würde die Furcht bei mir schüren, durch missionarische Dauerberieselung meinen klaren Verstand vernebelt zu bekommen.
Sonntag, 13.11.2005
Zeit, genug!
Das Schlimme am Krankfeiern ist die viele Zeit, die man plötzlich sinnvoll nutzen möchte. Endlich ist die Gelegenheit für die Dinge gekommen, die man mangels Zeit immer vor sich hergeschoben hat. Seit einer Woche hänge ich zuhause rum. Ja, hängen ist der richtige Ausdruck dafür. Ich mach's mir auf dem Sofa bequem und ziehe mir Filme rein. Ich lese ein wenig. Dieses Wochenende habe ich gleich zwei meiner c't-Ausgaben gelesen. Ich habe das ganze Jahr noch keine c't gelesen. Das Abo sorgt zwar dafür, dass ich immer die neueste bekomme, aber ich lege sie immer gleich auf den Stapel der ungelesenen Zeitschriften und fasse sie erst wieder an, wenn ich eine Ladung für die Altpapiersammlung zusammenstelle.
Zeichne doch mal wieder. Nö, statt dessen spiele ich an meinem Zweitrechner rum und probiere verschiedene Linuxdistributionen aus, wie Ubuntu, Debian-Sarge oder SuSE 9.3. Irgendwie will die Muse zum Zeichnen nicht aufkommen. Es ist der berühmte erste Schritt, der innere Schweinehund, der überwunden werden will.
Vorgestern hat mich meine Kreativitätsvermeidungsstrategie sogar zum Kuchenbacken getrieben. Ich brauchte irgendwie ein schnelles handwerkliches Resultat. Ich wollte unbedingt etwas (er)schaffen, mich produzieren. Das passte eher zu meiner Ungeduld als das langwierige Zeichnen. Das Blech Buttermilchkuchen war dann auch rasch gezimmert. Es schmekte sogar recht gut.
Ich habe am Freitag von meiner HNO-Ärztin noch eine Woche Auszeit spendiert bekommen. Mein Chef wird nicht begeistert sein. Werde einiges aufarbeiten müssen und Überstunden schieben. Aber ich bin wirklich noch nicht fit für die Arbeit. Heute Morgen tropft mir Blut beim Zähneputzen aus dem Mund. Mann hab ich eine Panik bekommen. Schnell spüle ich alles aus, aber es verschwindet so schnell wie es gekommen ist. Der Schreck läßt meine Knie weich werden. Die nächsten Stunden bin ich etwas blass. Es bleibt ruhig im Mund, Entwarnung.
Ein wenig fehlen mir soziale Kontakte. Ständig nur die Freundin als Ansprechpartner zu haben ist auf die Dauer unbefriedigend. Mit Freunden zu telefonieren ist da kein Ersatz für mich, es muß schon eine Begegnung von Angesicht zu Angesicht sein. Selbst die übrige Familie bietet keine Abwechslung. Geduld, Geduld, Geduld.
Zeichne doch mal wieder. Nö, statt dessen spiele ich an meinem Zweitrechner rum und probiere verschiedene Linuxdistributionen aus, wie Ubuntu, Debian-Sarge oder SuSE 9.3. Irgendwie will die Muse zum Zeichnen nicht aufkommen. Es ist der berühmte erste Schritt, der innere Schweinehund, der überwunden werden will.
Vorgestern hat mich meine Kreativitätsvermeidungsstrategie sogar zum Kuchenbacken getrieben. Ich brauchte irgendwie ein schnelles handwerkliches Resultat. Ich wollte unbedingt etwas (er)schaffen, mich produzieren. Das passte eher zu meiner Ungeduld als das langwierige Zeichnen. Das Blech Buttermilchkuchen war dann auch rasch gezimmert. Es schmekte sogar recht gut.
Ich habe am Freitag von meiner HNO-Ärztin noch eine Woche Auszeit spendiert bekommen. Mein Chef wird nicht begeistert sein. Werde einiges aufarbeiten müssen und Überstunden schieben. Aber ich bin wirklich noch nicht fit für die Arbeit. Heute Morgen tropft mir Blut beim Zähneputzen aus dem Mund. Mann hab ich eine Panik bekommen. Schnell spüle ich alles aus, aber es verschwindet so schnell wie es gekommen ist. Der Schreck läßt meine Knie weich werden. Die nächsten Stunden bin ich etwas blass. Es bleibt ruhig im Mund, Entwarnung.
Ein wenig fehlen mir soziale Kontakte. Ständig nur die Freundin als Ansprechpartner zu haben ist auf die Dauer unbefriedigend. Mit Freunden zu telefonieren ist da kein Ersatz für mich, es muß schon eine Begegnung von Angesicht zu Angesicht sein. Selbst die übrige Familie bietet keine Abwechslung. Geduld, Geduld, Geduld.
Mittwoch, 09.11.2005
Jetzt schon ein Fehlschlag?
Schon nach nur vier Wochen bekomme ich wieder alte Lieder zu hören. Ich dachte mit der neuen Wohnung kehrt erstmal wieder Ruhe ins Land ein. Eben bekomme ich zu hören, dass es ihr hier nicht gefällt - angeblich wußte sie das schon im Voraus, bevor wir hier einzogen.
Liegt es am zunehmenden Mond, dass manche Menschen den Verstand verlieren?
Liegt es am zunehmenden Mond, dass manche Menschen den Verstand verlieren?
Abwärts

Der fremdartigste Moment war der, als ich aus der Narkose aufwachte.
Zuerst funktioniert das Gehört. Die Weckrufe des Pflegers durchbrechen plötzlich eine Barriere und stehen mit einem mal glockenklar im Bewußtsein. Bin plötzlich wieder im Hier und Jetzt. Doch mit Denken und Hören ist es erstmal vorbei mit der Erweckung. Meine Augen widersetzen sich meinem Befehl sich zu öffnen. Nichts zu machen, höchstens mal ein schmaler Spalt tut sich auf. Im Hintergrund viele Stimmen im Aufwachraum. Ich weiß wo ich bin, verstehe die Gespräche, banales Geplauder, ein paar Witze (bin ich hier in einer Kfz-Werkstatt?).
Das Atmen fällt ziemlich schwer, die Rückkehr in die Realität gleicht einer Bergwanderung. Der Mund ist total trocken. Ein rauhes Brennen erfüllt meinen Rachen. So langsam bekomme ich meine Augen unter Kontrolle, kann für Sekunden einen optischen Eindruck meiner Umgebung erhaschen. Neben mir liegen noch andere Patienten in ihren Betten und kämpfen sich mit Hilfe der Pfleger, die unablässig nach den Patienten rufen (sie weisen ihnen den Weg), aus der Bewußtlosigkeit heraus.
So schwach im Bett liegend stellt sich schnell ein Gefühl von Hilflosigkeit ein. Man kann nicht nach links oder rechts abbiegen, nicht rechts ranfahren und einen Moment Pause machen. Man muß geradeaus durch diese Situation hindurch. Man muß sie aushalten, man muß Geduld haben. Die Uhr tickt verdammt langsam in solch einem Moment.
Aber was machen andere Menschen durch, für die so eine Situation der Hilflosigkeit zum grausigen Alltag geworden ist, die ans Bett gefesselt sind und die Tage bei mehr oder weniger deutlicher mentaler Presenz erleiden müssen? Mir geht es doch vergleichsweise prächtig. Nach einem Tag im Krankenbett kann ich schon wieder durch die Gegend schleichen und mich so wieder lebendig fühlen. So ein Wachkoma-Patient hat beispielsweise da schon viel tiefer in die Scheiße gegriffen. Man kann von Solchen lesen, die nach Monaten wieder aufgewacht sind. Angeblich sei das Schlimmste für sie die endlose Langeweile gewesen, die sie während ihrer Komaphase erleiden mußten. Denn anscheinend arbeitet das Bewußtsein auch währen der Patient im Koma liegt. Was für eine Horror-Vorstellung: bewegungslos gefangen im Körper, ohne sich mitteilen zu können, ausgeliefert der Apparatemedizin. Wer in so einer Lage nicht mehr leben will, hat verloren, weil: er ist zum Leben verurteilt. Und so eine Magensonde kann das Leben angeblich ziemlich lange machen.
Kann eine Patientenverfügung hier helfen? Ich habe noch keine. Nach der Woche Krankenhaus überlege ich, ob ich nicht schleunigst eine machen sollte. Aber wie es scheint, wird noch diskutiert, wann eine Patientenverfügung gilt. Manche Politiker meinen wohl, dass eine Patientenverfügung erst gelten sollte, wenn der Sterbeprozeß irreversibel sei (Die Zeit, Nr. 45, Seite 12). Doch wann ist dieser Zustand erreicht? Das hängt doch wieder von der Einschätzung der Ärzte ab, und über die Qualität der Ärzte kann ich nicht so viel Gutes berichten. Außerdem, so meine ich, hat die Medizinindustrie eher Interesse daran, Menschen solange es geht an ihren Tröpfen hängen zu lassen, denn das bringt Geld. Und wer hat wohl die größere Lobby, der Patient oder die Wirtschaft? So fürchte ich jeden Moment in der Abhängigkeit der Schulmedizin.
Es kann jederzeit durch einen Unfall passieren, dagegen kann man sich nicht schützen. Doch was viel sicherer geschieht ist das Altwerden. Wie meine Großeltern, in den Händen der Schulmedizin zu krepierten, möchte ich nicht enden. Kann man sich davor bewahren?
Eine Oma, schon ziemlich alt, wird eines Nachmittags in ihrem Bett durch den Korridor der HNO Station geschoben. Sie gibt ein lautes elendig klagendes Wimmern von sich. Es sticht mir ins Herz sowas zu erleben. Ich sitze mit Jörg in der Besucherecke. Unsere Unterhaltung wird durch die Oma jäh unterbrochen. An Jörgs Blick erkenne ich, dass er das gleiche denkt wie ich. Armes Schwein. Erst als sich die Türen des Aufzugs schließen, verstummt ihr Wehklagen. Sie fährt hinab. Von dieser Station geht es nur abwärts weiter. Symbolträchtig. Ich denke an den Film Angel Heart, der Aufzug, abwärts...
Dienstag, 08.11.2005
Auf die Dunkle Seite geraten
Nur ein kleiner Trip in die Ostzone und schon hab ich mein erstes Bußgeldverfahren am Hals:
Sie überschritten die zulässige Höchstgeschwindigkeit außerhalb geschlossener Ortschaften um 22 km/h.
Böse, ganz doll böse! Meines Wissens nach habe ich damit einen Punkt in Flensburg gewonnen. Nebenbei aber habe ich so dem Land Thüringen eine kleine Sonderaufbauhilfe verschafft. Wie hoch die sein wird, steht noch aus. Schätze so 40 Euro.
Jetzt frage ich mich, soll ich den Verstoß zugeben oder nicht? Wenn ich mir das Tatfoto ansehe, dann hat an diesem Tag Jason aus Freitag der 13. am Steuer gesessen, und nicht ich.
Sie überschritten die zulässige Höchstgeschwindigkeit außerhalb geschlossener Ortschaften um 22 km/h.
Böse, ganz doll böse! Meines Wissens nach habe ich damit einen Punkt in Flensburg gewonnen. Nebenbei aber habe ich so dem Land Thüringen eine kleine Sonderaufbauhilfe verschafft. Wie hoch die sein wird, steht noch aus. Schätze so 40 Euro.
Jetzt frage ich mich, soll ich den Verstoß zugeben oder nicht? Wenn ich mir das Tatfoto ansehe, dann hat an diesem Tag Jason aus Freitag der 13. am Steuer gesessen, und nicht ich.
Montag, 07.11.2005
Undicht?
Eben kommt ein metallischer Geschmack auf. Blut! Verdammt, doch eine Blutung? Wieder zurück ins Krankenhaus? Panik. Tigere nervös durch die Wohnung und versuche durch wiederholtes Schlucken eine Veränderung zu spüren. Es war nur ganz leicht, ein Hauch von Blutaroma. Es ist weg.
Entwarnung. Mann ist das vielleicht spannend.
Entwarnung. Mann ist das vielleicht spannend.
Andere Sprache
Nach mehreren Wochen Lieferzeit soll heute das Holz für den Ofen geliefert werden. Irgendwie habe ich seit der Bestellung das mulmige Gefühl, dass irgendwas mit der Bestellung schief laufen wird. Es war damals schon kompliziert, sich auf die richtige Zuschnittsart am Telefon zu einigen. Ich wollte ja gerne vor Ort das Holz bestellen, damit es keine Missverständnisse gibt, aber die Möglichkeit würde mir nicht geboten.
Man ahnt es bereits. Das Holz kommt also, und während sich der 7,5-Tonner langsam rückwärts durch den Weg zum Haus vorarbeitet, sehe ich von Weitem schon, dass meine Befürchtungen wahr geworden sind. Mit dem Holz kann ich nix anfangen, nur kleiner Zuschnitt, nicht stapelbar, für den Küchenherd vielleicht geeignet.
Der Fahrer sauer, ich sauer (aber freundlich), die Firmenchefin am Telefon auch sauer (aber kulant). Ich stelle fest, dass ich nicht die Sprache der Holzexperten spreche und auch nach der Korrektur der Bestellung immernoch nicht sicher bin, ob die jetzt wissen, was für Holz ich haben will.
Man ahnt es bereits. Das Holz kommt also, und während sich der 7,5-Tonner langsam rückwärts durch den Weg zum Haus vorarbeitet, sehe ich von Weitem schon, dass meine Befürchtungen wahr geworden sind. Mit dem Holz kann ich nix anfangen, nur kleiner Zuschnitt, nicht stapelbar, für den Küchenherd vielleicht geeignet.
Der Fahrer sauer, ich sauer (aber freundlich), die Firmenchefin am Telefon auch sauer (aber kulant). Ich stelle fest, dass ich nicht die Sprache der Holzexperten spreche und auch nach der Korrektur der Bestellung immernoch nicht sicher bin, ob die jetzt wissen, was für Holz ich haben will.
Dreißig Minuten
Verdammte dreißig Minuten brauche ich, um eine labbrige Scheibe Weißbrot runterzubekommen. Jeder Bissen wird im Rachen zu Glasscherben, egal wie lange ich auf der Masse rumkaue. Der Schmerz läßt bei jedem Schluck meinen Oberkörper krampfartig nach vorne gehen. Manchmal wird mir schwindelig davon. Essen ist gegenwärtig Folter, macht auch irre schlank. Eine Schwester hat von ihrer Tochter erzählt, die nach der OP zwei Wochen lang tierisch gelitten hat; der Schmerz wurde nach dem Krankenhaus sogar schlimmer. Muß oft an die scherzhafte Einleitung des Oberarztes denken, als er vor der OP sagte, dass es in meinem Alter richtig weh tun würde.
TE Requiem (1)
Mission abgeschlossen. Die Woche Krankenhaus habe ich überlebt. Jetzt muß ich wieder zu Kräften kommen, aber das wird noch dauern. Die Schmerzen saugen mir die Energie recht schnell wieder ab. Ohne Schmerzmittel gehts noch nicht.
Es gab die Woche einige Momente, in denen ich meinen Entschluß zur Mandelentfernung (TE) bereut habe - wegen der Schmerzen und der agoraphobischen Momente, die mich in der Klinik zeitweise ereilten.
Ich traue mich noch nicht mir vor dem Spiegel in den Hals zu schauen. Es riecht fürchterlich. Kein Wunder auch, wenn man sich seit einer Woche nicht die Zähne putzen durfte. Immerhin habe ich eben die erste Haarwäsche nach acht Tagen genossen. Ich freue mich auch schon auf's Duschen - im Sitzen natürlich, so ist's verordnet.
Setze nun zur Schmerzlinderung auf Rat der Stationsschwester hin Paracetamol ein. An eine evtl. blutverdünnende Eigenschaft des Medikaments denke ich zuerst nicht, glaube jedoch man wird mir schon das passende genannt haben. Naja, zu Sicherheit hab ich da eben nochmal nachrecherchiert - und bin beruhigt. Keine Blutverdünnung zu erwarten. Aber die Schachtel, vor Unzeiten einmal gekauft, ist so gut wie leer , mist!
TE Requiem (1)
Mission abgeschlossen. Die Woche Krankenhaus habe ich überlebt. Jetzt muß ich wieder zu Kräften kommen, aber das wird noch dauern. Die Schmerzen saugen mir die Energie recht schnell wieder ab. Ohne Schmerzmittel gehts noch nicht.
Es gab die Woche einige Momente, in denen ich meinen Entschluß zur Mandelentfernung (TE) bereut habe - wegen der Schmerzen und der agoraphobischen Momente, die mich in der Klinik zeitweise ereilten.
Ich traue mich noch nicht mir vor dem Spiegel in den Hals zu schauen. Es riecht fürchterlich. Kein Wunder auch, wenn man sich seit einer Woche nicht die Zähne putzen durfte. Immerhin habe ich eben die erste Haarwäsche nach acht Tagen genossen. Ich freue mich auch schon auf's Duschen - im Sitzen natürlich, so ist's verordnet.
Setze nun zur Schmerzlinderung auf Rat der Stationsschwester hin Paracetamol ein. An eine evtl. blutverdünnende Eigenschaft des Medikaments denke ich zuerst nicht, glaube jedoch man wird mir schon das passende genannt haben. Naja, zu Sicherheit hab ich da eben nochmal nachrecherchiert - und bin beruhigt. Keine Blutverdünnung zu erwarten. Aber die Schachtel, vor Unzeiten einmal gekauft, ist so gut wie leer , mist!
Mittwoch, 26.10.2005
Alter Wein...
Sonntag, 11.09.2005
Papp-Skyline

Ich fange an, für den Umzug die ersten Güter in Kisten zu verpacken. Dachte ich könnte mal eben schnell alles zusammentun und wäre im Nu fertig. Denkste, die vollen Kartone stapeln sich bereits, doch Schränke und Regale sind noch brechend voll.
Mir bricht der Schweiß aus. Ist sowieso ein doofer Tag, nicht nur wegen dem Wetter. Da ist zum einen der kleine Zwischenfall mit der Kamera von Horst, die mir gestern bei der Einweihungsfeier aus der Schatulle geglitten ist und beim Aufprall auf den Boden am Gehäuse eine Macke bekommen hat. Ist zwar kein technischer Schaden entstanden, ist mir aber trotzdem sehr unangenehm anderer Leute Eigentum zu demolieren. Horst reagiert aber gelassen und findets nicht so schlimm. Hätte ihm auch passieren können, meint er beruhigend.
Zum anderen liegt mir der eine Kommentar im Magen. Ich grübel die ganze Zeit, was mit dem zugehörigen Eintrag schief gelaufen ist. Sorry, ich muß passen. Bin schon am überlegen, diesen Blog zu beenden, bevor hier noch mehr aus dem Ruder läuft. Ausgerechnet jetzt habe ich den Link zu diesen Seiten auch noch weitergegeben. Auf die Reaktion bin ich ja extrem gespannt, zumal ich mir nicht sicher bin, ob ich nicht doch irgendwo eine unglückliche Bemerkung über die Person geäußert habe, die den Link bekommen hat.
Warnung
Was ist ein Tagebuch (für mich)? Eine Niederschrift von Gedanken, Ausgegorenes und Unausgegorenes, ein Teil von subjektiver Wirklichkeit, Berichte aus einer Scheinwelt. Gedanken können komplex sein, das Geschick des Autors bestimmt, wie gut diese Gedanken in Schriftform gebracht werden können. Meine Fähigkeiten sind in dieser Beziehung bescheiden. Ich kann alles nur unvollständig wiedergeben. Es kommt eine Art Code heraus, denn nur ich kann aus den Gedankenfragmenten den vollständigen Gedankengang wieder herstellen und, wenn ich Glück habe, sogar die beteiligten Emotionen wieder rekonstruieren. Ein anderer Leser könnte meine Ausführungen falsch verstehen, falsch deuten. Das muß ich bei dieser Art von Tagebuch wohl mit berücksichtigen, dass Bekannte hier Lesen und gleichzeitig Teil meiner Gedanken sind. Vielleicht ist es besser, hier an dieser Stelle keine Gedanken mehr zu Personen direkt oder indirekt zu äußern, die wissen, wer ich bin. Gedanken sind frei, sie gehen unerwartete Wege. In der realen Welt wird alles, was aus der Gedankenwelt nach außen dringt, gefiltert. Das geschieht im Tagebuch nicht, wodurch wohl manche Person mit unerwarteten Ansichten hier konfrontiert werden kann. Es könnte die Beziehung zu meiner Umwelt erheblich belasten und hat es wohl auch schon.
Vielleicht besser eine Warnung anbringen:
Achtung, bei vorhandener Interaktion zwischen Leser und Autor im realen Leben kann es durch geschilderte Gedanken zu ungewollten Belastungen der Beziehungen kommen. Weiterlesen auf eigene Gefahr.
Vielleicht besser eine Warnung anbringen:
Achtung, bei vorhandener Interaktion zwischen Leser und Autor im realen Leben kann es durch geschilderte Gedanken zu ungewollten Belastungen der Beziehungen kommen. Weiterlesen auf eigene Gefahr.
Samstag, 10.09.2005
Blauäugig
Wenn Gefühle die Oberhand über den Verstand gewinnen, verschwindet unter Umständen das Risikobewußtsein. Von meiner Exfreundin bekomme ich böse Schimpfe, als ich ihr von meinen "ungeschützten" Eskapaden vom Juli berichte. Was ich mir da hätte alles einhandeln können. Komisch, erst in diesem Moment denke ich darüber nach. Plötzlich steht das Stichwort AIDS im Raum. Im ersten Moment muß ich noch darüber schmunzeln. Völlig abwegig, nicht bei dieser Konstellation, denke ich mir. Aber dann gefriert mein Lächeln zusehends. Woher nehme ich mir die Gewissheit, dass alles sauber über die Bühne gelaufen ist? Ich habe es einfach so vorausgesetzt, schließlich hatte ich auch keine Hinweise auf eine unsolide Lebensweise meiner neuen Freundin. Ich solle auf jeden Fall ab Ende Oktober einen Test machen, rät sie mir eindringlich. Na gut, vielleicht sollte ich wirklich auf Nummer Sicher gehen, obwohl es schon irgendwie den Schatten des Verdachts auf jemanden wirft oder eine Art Ausdruck von Misstrauen darstellt.
Meine Ex, Fröschli hab ich sie mal genannt, hat inzwischen wieder einen Freund. Artig sehe ich mir die Bilder an, die wir uns gestern Abend zusammen in der Kneipe sitzend vornehmen, und freue mich für sie. Sie scheint auch einen langen Weg durch ein tiefes Tal hinter sich zu haben, zumal jetzt auch der ziemlich erfolgreiche Abschluß ihrer Ausbildung vor der Tür steht. Man merkt jedenfalls im Vergleich zum letzten Treffen einen erheblichen Zuwachs an Fröhlichkeit.
Also ein neuer Freund. Bin ich zu spät dran? Ein Hauch längst abgelegt geglaubter Gefühle befällt mich für einen Moment, aber mein Verstand macht dem Schabernack schnell ein Ende. Was sie betrifft, wird es zu keinem Zu-Spät mehr kommen. Aber warum nur solche Gedanken? Vergleiche ich meine aktuelle Beziehung mir der von Fröschli damals... Mann, was für ein Unterschied, eine ganz andere Welt. Vielleicht ist es der nostalgisch verklärte Blick in die Vergangenheit, der mir einsäuselt, dass damals alles irgendwie besser war. Vielleicht war's das auch, aber letztlich steckte da auch der Wurm drin.
Momentan spüre ich wieder einen Hauch Loslösedrang, habe aber vorhin ein ganzes Auto voll Bananenkisten für unseren gemeinsamen Umzug besorgt. Mit Fröschli bin ich auch noch nicht fertig, aber mehr über sie ein andermal. Jetzt falle ich gleich wie ein Stein in die Falle *gähn*
Meine Ex, Fröschli hab ich sie mal genannt, hat inzwischen wieder einen Freund. Artig sehe ich mir die Bilder an, die wir uns gestern Abend zusammen in der Kneipe sitzend vornehmen, und freue mich für sie. Sie scheint auch einen langen Weg durch ein tiefes Tal hinter sich zu haben, zumal jetzt auch der ziemlich erfolgreiche Abschluß ihrer Ausbildung vor der Tür steht. Man merkt jedenfalls im Vergleich zum letzten Treffen einen erheblichen Zuwachs an Fröhlichkeit.
Also ein neuer Freund. Bin ich zu spät dran? Ein Hauch längst abgelegt geglaubter Gefühle befällt mich für einen Moment, aber mein Verstand macht dem Schabernack schnell ein Ende. Was sie betrifft, wird es zu keinem Zu-Spät mehr kommen. Aber warum nur solche Gedanken? Vergleiche ich meine aktuelle Beziehung mir der von Fröschli damals... Mann, was für ein Unterschied, eine ganz andere Welt. Vielleicht ist es der nostalgisch verklärte Blick in die Vergangenheit, der mir einsäuselt, dass damals alles irgendwie besser war. Vielleicht war's das auch, aber letztlich steckte da auch der Wurm drin.
Momentan spüre ich wieder einen Hauch Loslösedrang, habe aber vorhin ein ganzes Auto voll Bananenkisten für unseren gemeinsamen Umzug besorgt. Mit Fröschli bin ich auch noch nicht fertig, aber mehr über sie ein andermal. Jetzt falle ich gleich wie ein Stein in die Falle *gähn*
Freitag, 09.09.2005
Und den Mund jetzt weit aufmachen!
Nervöse Anspannung am Morgen. Sitze um 9 Uhr im Krankenhaus vor der Praxis einer HNO-Ärztin. Meine Hausärztin hielt es für ratsam, eine Expertin an meinen Hals zu lassen.
Erinnerungen kommen hoch. Genau an dieser Stelle habe ich vor 28 Jahren mit einem komplizierten Armbruch gelegen. Jetzt hat sich in dem Krankenzimmer von damals die HNO-Praxis eingerichtet.
Im Wartebereich kann man an einem Zweiertisch oder in einer Stuhlreihe entlang des Korridors platznehmen. Am Tisch sitzt ein Türke, zu dem sich nach einer Weile eine ziemlich hübsche Frau gegenüber setzt. Es dauert nicht lange, und der Türke fängt plötzlich an, die Frau mit religiösem Geschwafel vollzuseiern. Auch das noch. Ich meine, er kann ja glauben, was er will, aber ich kann diese missionarischen Religionsvertreter, die alle "Ungläubigen" von ihren Ansichten überzeugen wollen, nicht ausstehen. Die sind so lästig wie Versicherungsvertreter. Aber die Frau nimmts mit Fassung und bleibt erfreulich locker und ruhig. Naja, vielleicht hat es sie ja auch interessiert, wer weiß. Ich in meiner nervösen Stimmung hätte wohl eher unfreundlich reagiert.
Es empfängt mich eine ältere Ärztin mit einem freundlich gütigen Lächeln. Mein Pulsschlag kommt wieder in ruhigere Gefielde. Ich nehme auf diesem SM-Stuhl platz und lasse während dem Gespräch verschiedene Metallinstrumente in meine Öffnungen am Kopf hineinführen.
Ihr Blick auf meine Mandeln, und... Die müssen raus, was halten sie davon? Was soll ich wohl davon halten!? Sie ist schließlich die Fachfrau. Wenn die raus müssen, müssen die eben raus. Ich müßte mit einer Woche Krankenhaus rechnen, weil es nach der Entnahme zu Blutungen kommen kann. Dann müßte ich ziemlich schnell behandelt werden, und das ginge nicht, wenn ich die Genesung zuhause verbrächte.
Aber zur Untermauerung der Diagnose ist noch eine Laboruntersuchung des Blutes notwendig. Melden sie sich in zehn Tagen wieder, dann sehen wir weiter.
Wiedersehen.
Scheiße, ich hasse es in Krankenhäusern zu sein.
Erinnerungen kommen hoch. Genau an dieser Stelle habe ich vor 28 Jahren mit einem komplizierten Armbruch gelegen. Jetzt hat sich in dem Krankenzimmer von damals die HNO-Praxis eingerichtet.
Im Wartebereich kann man an einem Zweiertisch oder in einer Stuhlreihe entlang des Korridors platznehmen. Am Tisch sitzt ein Türke, zu dem sich nach einer Weile eine ziemlich hübsche Frau gegenüber setzt. Es dauert nicht lange, und der Türke fängt plötzlich an, die Frau mit religiösem Geschwafel vollzuseiern. Auch das noch. Ich meine, er kann ja glauben, was er will, aber ich kann diese missionarischen Religionsvertreter, die alle "Ungläubigen" von ihren Ansichten überzeugen wollen, nicht ausstehen. Die sind so lästig wie Versicherungsvertreter. Aber die Frau nimmts mit Fassung und bleibt erfreulich locker und ruhig. Naja, vielleicht hat es sie ja auch interessiert, wer weiß. Ich in meiner nervösen Stimmung hätte wohl eher unfreundlich reagiert.
Es empfängt mich eine ältere Ärztin mit einem freundlich gütigen Lächeln. Mein Pulsschlag kommt wieder in ruhigere Gefielde. Ich nehme auf diesem SM-Stuhl platz und lasse während dem Gespräch verschiedene Metallinstrumente in meine Öffnungen am Kopf hineinführen.
Ihr Blick auf meine Mandeln, und... Die müssen raus, was halten sie davon? Was soll ich wohl davon halten!? Sie ist schließlich die Fachfrau. Wenn die raus müssen, müssen die eben raus. Ich müßte mit einer Woche Krankenhaus rechnen, weil es nach der Entnahme zu Blutungen kommen kann. Dann müßte ich ziemlich schnell behandelt werden, und das ginge nicht, wenn ich die Genesung zuhause verbrächte.
Aber zur Untermauerung der Diagnose ist noch eine Laboruntersuchung des Blutes notwendig. Melden sie sich in zehn Tagen wieder, dann sehen wir weiter.
Wiedersehen.
Scheiße, ich hasse es in Krankenhäusern zu sein.
Wer treu sein will muß leiden
Komme eben von einer kleinen Kneipentour mit Stefan zurück. Normalerweise ist es er immer, der das Interesse der Frauen auf sich zieht. Er sieht ja schon top aus. Ich bin also völlig nichts ahnend mit ihm gefahren, oder besser ich hab ihn mitgenommen, ich bin der Fahrer heute gewesen.
Der Status des Fahrers hält mich heute jedoch nicht davon ab, zwei große Bierchen zu Trinken. Auwaia, die merke ich dann doch ganz gut. Aber jetzt ist es zu spät. Wir wechseln einmal die Kneipe. In der zweiten beschränke ich mich auf einen Latte Macciato. Und dort fängt das Rumgeflirte an. Gleich mit zwei Frauen gleichzeitig, verdammt. Und dieses mal merke ich, dass nicht mein Kumpel gemeint ist. Mir geht es heiß und kalt durch den Körper. Lange nicht mehr so intensiven Flirt gehabt. Und die eine hat so süße Füße...! Schon erwähnt, dass ich auf süße Füße stehe?
Wie dem auch sei, das läuft eine Weile so hin und her, und es hätte was gehen können, da bin ich mir ausnahmsweise mal sicher, aber nachdem wir unsere Getränke geleert haben, brechen wir die Zelte ab, zeigen Größe, wie Stefan es bezeichnet, und machen uns heim.
Zuhause finde ich mein Nachtlager im Wohnzimmer bereits hergerichtet vor, und auf dem Kopkissen liegt ein Zettel: wünsche Dir eine gute Nacht, mein Super-Schatz.
Das Leben ist eine Geschichte, geschrieben von einem Clown.
Der Status des Fahrers hält mich heute jedoch nicht davon ab, zwei große Bierchen zu Trinken. Auwaia, die merke ich dann doch ganz gut. Aber jetzt ist es zu spät. Wir wechseln einmal die Kneipe. In der zweiten beschränke ich mich auf einen Latte Macciato. Und dort fängt das Rumgeflirte an. Gleich mit zwei Frauen gleichzeitig, verdammt. Und dieses mal merke ich, dass nicht mein Kumpel gemeint ist. Mir geht es heiß und kalt durch den Körper. Lange nicht mehr so intensiven Flirt gehabt. Und die eine hat so süße Füße...! Schon erwähnt, dass ich auf süße Füße stehe?
Wie dem auch sei, das läuft eine Weile so hin und her, und es hätte was gehen können, da bin ich mir ausnahmsweise mal sicher, aber nachdem wir unsere Getränke geleert haben, brechen wir die Zelte ab, zeigen Größe, wie Stefan es bezeichnet, und machen uns heim.
Zuhause finde ich mein Nachtlager im Wohnzimmer bereits hergerichtet vor, und auf dem Kopkissen liegt ein Zettel: wünsche Dir eine gute Nacht, mein Super-Schatz.
Das Leben ist eine Geschichte, geschrieben von einem Clown.
Donnerstag, 08.09.2005
Unwiderstehlich

Meine Mutter weiß genau, worauf ich stehe. Also drückt sie mir gestern beim Abschied noch eine Palette von diesem nussigen Gummikaramel-Kram in die Hände. Für Euch, sagt sie.
Später, Monika liegt schon im Bett, sitze ich vor dem Rechner, sehe diese kleinen Seelentröster da liegen und mit einem Schlag überkommts mich. Das Resultat sieht doch nach brüderlich geteilt aus, oder?
Heute muß ich nochmal zu meinen Eltern, schließlich haben sie Hochzeitstag. Aber ich komme eher wegen des Geburtstagsgeschenks, das mein Vater gestern bekommen hat: eine Digicam. In einem Anfall von Masochismus schenken mein Bruder und ich technisches Spielzeug. Dass mein alter Herr ein absolut hartes Brot ist, was das Erlernen der Bedienung technischer Geräte ist, hat uns nicht davon abgehalten, ihm wieder mal eine neue harte Nuss zum Knacken zu geben. Natürlich muss ich in nächster Zeit für spontanen technischen Support bereit sein.
Mittwoch, 07.09.2005
Angemacht
Die Grünen nehmen das Thema Freie Software in ihr Wahlprogramm auf
Ich habe Die Grünen oft gewählt, aber mittlerweile bin ich enttäuscht über ihre fehlende Redlichkeit, die sie an der Seite der SPD gezeigt hat. Nun pinnt sie Tux auf ihre Wahlplakate, beschwört den Wert der Open Source Bewegung und streitet für die Ablehnung von Softwarepatenten.
Tja, das Thema ist mir zwar wichtig, aber eine Gegenbewegung zu den neoliberalen Auswüchsen in unserer "globalisierten" Welt, die auch Die Grünen mit zu verantworten haben, ist mir wichtiger. Ab mit euch, vier Jahre Strafbank!
Ich habe Die Grünen oft gewählt, aber mittlerweile bin ich enttäuscht über ihre fehlende Redlichkeit, die sie an der Seite der SPD gezeigt hat. Nun pinnt sie Tux auf ihre Wahlplakate, beschwört den Wert der Open Source Bewegung und streitet für die Ablehnung von Softwarepatenten.
Tja, das Thema ist mir zwar wichtig, aber eine Gegenbewegung zu den neoliberalen Auswüchsen in unserer "globalisierten" Welt, die auch Die Grünen mit zu verantworten haben, ist mir wichtiger. Ab mit euch, vier Jahre Strafbank!
Mahlzeit
Unsere Firmenpizzeria (Essen mit Firmenzuschuß) hat wegen Sommerurlaub geschlossen, gerade in der Zeit, in der man so schön im Freien sitzen kann. Der hungrige dx4 muß momentan in der Fußgängerzöne nach Essbarem suchen. Jäger- und Sammlertage. Die Auswahl ist neben den obligatorischen Bäckereien und Metzgereien nicht unbedingt gering, aber qualitativ eher mau, nichts für den Gourmet.
Zur Nordesee zieht mich nichts mehr, nachdem ich dort vor Jahren halbrohen Fisch auf den Teller bekommen habe, und das zu enormen Preisen. Die Spinnen wohl. Aber der Laden ist immer voll.
Schon wieder eine Currywurst beim Bratmaxe holen? Ach nee, Fritösenkram hatte ich erst am Sonntag. Außerdem macht es nicht gerade einen schlanken Fuß. Und heute Abend ist sowieso Grillen bei Eltern angesagt, da mein Vater heute Geburtstag hat.
Neuerdings gibt es einen Imbiß, der jeden Tag zwei verschiedene Suppen anbietet, allerdings kostet die Portion bis zu EUR 3,50 für so eine kleine Terrine voll. Einmal in der Woche kann man das machen, aber heute fehlt mir der Apetit.
Neben der Suppenküche werden knusprige Brathähnchen angepriesen. Vielleicht sollte ich demnächst nochmal zugreifen, bevor die Vogelgrippe alle Fiecher dahinrafft. Aber heute nicht, ansonsten gerne wieder.
Für meinen immernoch dicken Hals (die Laborwerte sind negativ) würde sich ein schönes Eis anbieten. Auf dem Weg zu EDEKA fällt mir ein, dass ich noch ein Glas Nutella brauch. Ey, wenn ich schon eins kaufe, besorge ich mir gleich zwei Brötchen dazu und mache einen Nutella-Mittag draus. So kommt es dann auch.
Inzwischen sind die zwei Brötchen gegessen, ein Eis hat es nicht gegeben, weil mir die Auswahl nicht gefallen hat. Ich habe jetzt Apetit auf Currywurst mit Pommes *seufz*.
Zur Nordesee zieht mich nichts mehr, nachdem ich dort vor Jahren halbrohen Fisch auf den Teller bekommen habe, und das zu enormen Preisen. Die Spinnen wohl. Aber der Laden ist immer voll.
Schon wieder eine Currywurst beim Bratmaxe holen? Ach nee, Fritösenkram hatte ich erst am Sonntag. Außerdem macht es nicht gerade einen schlanken Fuß. Und heute Abend ist sowieso Grillen bei Eltern angesagt, da mein Vater heute Geburtstag hat.
Neuerdings gibt es einen Imbiß, der jeden Tag zwei verschiedene Suppen anbietet, allerdings kostet die Portion bis zu EUR 3,50 für so eine kleine Terrine voll. Einmal in der Woche kann man das machen, aber heute fehlt mir der Apetit.
Neben der Suppenküche werden knusprige Brathähnchen angepriesen. Vielleicht sollte ich demnächst nochmal zugreifen, bevor die Vogelgrippe alle Fiecher dahinrafft. Aber heute nicht, ansonsten gerne wieder.
Für meinen immernoch dicken Hals (die Laborwerte sind negativ) würde sich ein schönes Eis anbieten. Auf dem Weg zu EDEKA fällt mir ein, dass ich noch ein Glas Nutella brauch. Ey, wenn ich schon eins kaufe, besorge ich mir gleich zwei Brötchen dazu und mache einen Nutella-Mittag draus. So kommt es dann auch.
Inzwischen sind die zwei Brötchen gegessen, ein Eis hat es nicht gegeben, weil mir die Auswahl nicht gefallen hat. Ich habe jetzt Apetit auf Currywurst mit Pommes *seufz*.
Dienstag, 06.09.2005
Und sonst?
Nicknames, Emailadressen, Passwörter, Profile, Scheinidentitäten. Mit der Zeit werden es immer mehr Instanzen, um die ich mich zu kümmern versuche. Aber es macht viel Arbeit, wenn es gefällig aussehen soll. Doch ich muß mich fragen, wozu ich den ganzen Aufwand betreibe. Tja, zur Abwechslung mal wieder solche Gedanken.
Kontakte knüpfen heißt die Devise. In der ganzen Hektik dieser Welt fühlt man sich bei allem Gewusel um einen herum doch recht einsam. Zwar habe ich genügend Kontakte in der realen Welt, die meine Freizeit ausfüllen könnten, doch irgendwas fehlt mir bei allem Überfluß noch. Hm, ich bin also auch einer von denen, die auf der Suche nach etwas sind.
Und jäh stirbt der Drang zum Nachdenken. Was für ein langweiliger Tag im Büro. Es hat was von Sommerloch an sich. (Sommerloch? Es liegt wohl an der Wärme hier, dass ich gedanklich damit Frivoles assoziiere.) Mein Bürokollege ruft mich gerade aus Kroatien an, weil er unsicher ist, ob sein Arbeitsplatz noch da ist, wenn er nächste Woche aus dem Urlaub kommt. In der Zeitung hat er vom Weggehen des Lothar Pauly aus der Siemens Com-Sparte gelesen. Aber selbst die Hauspessimisten bei uns hat das zu keinen nennenswerten Kommentaren genötigt. Jedenfalls muß mein Kollege am Telefon noch erwähnen, dass gerade sehr leicht bekleidete Frauen um seine Telefonzelle herumlungern.
Und natürlich denke ich bei aller geschilderter Banalität hier sehr oft an die kleine Motte, der es hoffentlich wieder besser geht. Lieben Gruß von hier aus.
Ich lehne mich zurück und überlege nun, womit ich den heutigen Tag mit etwas mehr Sinn füllen kann.
Kontakte knüpfen heißt die Devise. In der ganzen Hektik dieser Welt fühlt man sich bei allem Gewusel um einen herum doch recht einsam. Zwar habe ich genügend Kontakte in der realen Welt, die meine Freizeit ausfüllen könnten, doch irgendwas fehlt mir bei allem Überfluß noch. Hm, ich bin also auch einer von denen, die auf der Suche nach etwas sind.
Und jäh stirbt der Drang zum Nachdenken. Was für ein langweiliger Tag im Büro. Es hat was von Sommerloch an sich. (Sommerloch? Es liegt wohl an der Wärme hier, dass ich gedanklich damit Frivoles assoziiere.) Mein Bürokollege ruft mich gerade aus Kroatien an, weil er unsicher ist, ob sein Arbeitsplatz noch da ist, wenn er nächste Woche aus dem Urlaub kommt. In der Zeitung hat er vom Weggehen des Lothar Pauly aus der Siemens Com-Sparte gelesen. Aber selbst die Hauspessimisten bei uns hat das zu keinen nennenswerten Kommentaren genötigt. Jedenfalls muß mein Kollege am Telefon noch erwähnen, dass gerade sehr leicht bekleidete Frauen um seine Telefonzelle herumlungern.
Und natürlich denke ich bei aller geschilderter Banalität hier sehr oft an die kleine Motte, der es hoffentlich wieder besser geht. Lieben Gruß von hier aus.
Ich lehne mich zurück und überlege nun, womit ich den heutigen Tag mit etwas mehr Sinn füllen kann.